Sehenswürdigkeiten in Straußfurt

Kirche St. Petri und die Marienkapelle

Die ersten Spuren einer Kirche in Straußfurt findet man im Jahre 1294, wo der Pfarrer Albert zu Stussfurte als Zeuge in einem Kaufbrief  vorkommt. Heinrich Geits von Beichlingen erbaute mit Vergünstigungen des Erzbischofs Matthias zu Mainz

im Jahre 1324 die Marienkapelle. Zwischen 1616 und 1620 entstand das Gotteshaus in seiner heutigen Form.

In die Außenwand der Kirche ist ein Stein eingemauert, der die Jahreszahl 1484 trägt und die Marterwerkzeuge Christi,

die Köpfe des Judas, Pilatus und seiner Frau, der Herodes und die beiden Schächer, ferner Christus aus dem Grabe

steigend etc. abbildet. Unter diesen Marterwerkzeugen sind 12 männliche und 4 weibliche Gestalten im Brustgewande kniende dargestellt, welche Julius von Görmar und seine Frau sowie seine 11 Söhne und 3 Töchter bezeichnen.

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Das „Hölzchen“ mit der Adonisröschenwiese und der Kirchberg

Das „Straußfurter Hölzchen“, im Norden gelegen, ist eine bewaldete Erhebung, die schon unseren Vorfahren als Begräbnis.- und

Kultstätte gedient hat. Dafür sprechen Ortsbezeichnungen wie „großes“ und „kleines Tanzplätzchen“. Dort wachsen Laubbäume

wie z. B.  Ahorn, Esche oder Stieleiche. Viele Vogelarten wie Kuckuck, verschiedene Meisenarten, Pirol Hänfling, Kleiber oder

Rot.- und Schwarzmilan sind hier beheimatet..

Umsäumt vom Baumbestand des „Hölzchens“ liegt die Adonisröschenwiese. Mit seinem nährstoffarmen, extrem flachgründigen

Kies- und Kalk- Verwitterungsboden ist dieser Trockenrasen, in Form einer allgemeinen Steppenvegitation, der ideale

Nährboden für das unter Naturschutz stehende Frühlings-Adonisröschen, dass sich alljährlich im Frühjahr  in seiner

leuchtend gelbe Pracht zeigt.

In östlicher Richtung schließt sich an das „Hölzchen“ der Kirchberg an. Hier findet der Wanderer eine weitläufige Fläche von

Streuobstwiesen, die aus einem alten Kirchbaumbestand bestehen. Durch seine Lage erlaubt der Kirchberg einen weiten Blick

in das Thüringer Becken und den Thüringer Wald.

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Altarm der Unstrut, das Rückhaltebecken mit seiner Auenlandschaft

Im Zusammenhang mit dem Bau des Rückhaltebeckens Straußfurt wurde der Lauf der Unstrut begradigt. Dies hatte zu Folge,

dass der wasserführende Altarm entstand. Dieses naturbelassene Biotop wird von unzähligen Kleinstlebewesen als Lebensraum

genutzt. Die alten Korbweiden mit ihren Aushöhlungen dienen Höhlenbrütern wie dem Specht als Nistplätze.

Mit dem Bau des Rückhaltebeckens in Straußfurt entstand eine einzigartige Auenlandschaft. Diese Bereiche und die Uferzonen

des Rückhaltebeckens dienen Graureiher, Schwänen, Haubentauchern, Möwen, Stock.- und Tafelenten und vereinzelt

Kormoranen als Nist.- und Brutplätze. Im Frühjahr und Hebst dienst das Rückhaltebecken den Zugvögeln als Rastplatz.

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